Aufruf zur pro_feministischen Vernetzung in Berlin!

Das pro_feministische Netzwerk Berlin ist offen für alle Geschlechter. Wir wollen einen Rahmen schaffen, in dem pro_feministischer Austausch möglich ist.

English version below!

Wer wir sind?

Das pro_feministische Netzwerk Berlin befindet sich in der Gründung und ist offen für alle Geschlechter. Für diese Vernetzung wollen wir einen Rahmen bieten, in dem pro_feministischer Austausch möglich ist. Dafür sind wir auf eure Mitarbeit angewiesen.

Wir wollen:
  • Reproduktionsarbeit und Support durch Männer für feministische Projekte langfristig organisieren und vernetzen
  • Männer zu feministischen Themen sensibilisieren und einen Austausch etablieren
  • pro_feministische Gruppen / Personen vernetzen
  • zu Veranstaltungen einladen

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Fragen zu kritischen Männlichkeiten

Podcast mit Fragen zu kritischer Männlichkeit und ein Blick auf Intersektion und anti-muslimischem Rassismus

Im Anschluss an die Veranstaltung „Kritische Männlichkeit – Wie geht das?“ wurden einige der Fragen, die vom Publikum im Chat gestellt wurden, zusammen mit der Gruppe Smash Their Gender Norms aufgegriffen, diskutiert und werden hier nun als Podcast veröffentlicht. Insgesamt konnten wir nur einen Teil der Fragen thematisieren. Im Podcast legen wir noch einen Schwerpunkt auf Intersektion beziehungsweise die Verschränkung von Sexismus und (anti-muslimischem) Rassismus. Sollten für euch noch Fragen offen geblieben sein, postet sie gerne in die Kommentare. Insgesamt halte ich den Podcast für sehr hörenswert und bedanke mich insbesondere für Ebrus Beitrag zu Feminismus und anti-muslimischem Rassismus.

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Ein hässiger Liebesbrief an meine Freunde aus der „linken Szene“

Jungs ich liebe euch, aber ihr macht mich manchmal verdammt wütend… Ein Gastbeitrag, mit freundlicher Genehmigung von barrikade.info

Vor kurzem bin ich über diesen Brief gestolpert. Erschienen ist er am 29.6.2020 auf der offenen Plattform barrikade.info. „Eine offene Informations-Plattform, auf der jede Person aktuelle Nachrichten, Analysen und Debatten aus einer antiautoritären und revolutionären Perspektive verbreiten kann.“ Das Moderator*innen Team von barrikade.info war so freundlich und hat uns erlaubt, den Brief auch auf diesem Blog zu veröffentlichen. Verfasst wurde der Brief von annonym. Dieser Text richtet sich an cis Männer der „linken Szene“. Der Text kann von Männern als „unangenehm“ empfunden werden, sollte aber unbedingt gelesen werden! Vergesst nicht, liebe Männer, dieses „unangenehm“ Empfinden ist nicht gleichzusetzen mit dem Erleben von sexistischen Übergriffen. Vergesst das bitte nicht während der Lektüre des Briefes und auch sonst. Viel zu oft ist es nämlich so, dass über (sexualisierte) Übergriff in der „Linken Szene“ erst gesprochen wird, nachdem sie passiert sind. Das Thema muss vorher auf die Tagesordnung, denn wenn es passiert ist, ist es zu spät. Das Thema muss jetzt auf die Tagesordnung den (sexualisierte) Übergriff in der „Linken Szene“ passieren andauernd. Höchste Zeit, sich mit (seinem) Mackertum und (seinem) sexisistischem Verhalten auseinanderzusetzten, es zu Reflektieren und so dazu beizutragen, dass weniger Übergriffe passieren. Denn es ist ein männliches Privileg, sich nicht regelmäßig mit sexistischen Übergriffen auseinandersetzten zu müssen.

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Kritische Männlichkeit – Wie geht das?

Video und Podcast zu kritischer und toxischer Männlichkeit mit Eva Lettenbauer und Christoph May

Unter dem Titel „Kritische Männlichkeit – Wie geht das?“ hat Eva Lettenbauer (Die Grünen) am 11.05.2020 zu einem Webinar eingeladen. Die Gäste waren Christoph May (HeTox Magazine) und ich. Daraus ist ein Video mit Themen rund um kritische und toxische Männlichkeit entstanden, welches ich freundlicherweise auch über den Podcast Kanal verbreiten darf. Hier findet ihr die Veranstaltung „Kritische Männlichkeit – Wie geht das?“ als Video und Podcast. Außerdem findet ihr noch eine weitere Veranstaltungsankündigung „Fragen zu Kritische Männlichkeit – Wie geht das?“ für den 22.06.2020, da wir nicht alle Fragen aus dem Publikum beantworten konnten.

Eva Lettenbauer (Die Grünen) ist Mitglied des Bayrischen Landtages und hat sich mit der Idee zu der Veranstaltung an uns gewandt. Christoph May kenne ich ursprünglich über die offenen Facebook Gruppe Kritische Männlichkeit und seinen Blog das HeTox Magazine. Durch die Gründung des #detoxmasculinity Netzwerkes sind wir uns auch vorher über den Weg gelaufen.

Christoph Mays Perspektive auf Männerfantasien und Film ist für mich und das Video auf jeden Fall eine Bereicherung. Und bei Eva Lettenbauer bedanke ich mich nochmal für die Veranstaltung des Webinars und das runde Konzept. Wir wurden mit über 200 Fragen und Anmerkungen zu kritischer und toxischer Männlichkeit vom Publikum zurückgelassen, welche teilweise in dieser Veranstaltung aufgegriffen werden:

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Podcast pro_Feminismus und Männlichkeit: Antifeminismus

Neben einem extremen Antifeminismus von rechts gibt es einen auch in der „Linken“ weit verbreiteten Antifeminismus, der vor allem auf Verharmlosung setzt.

Antifeminismus lässt sich nach meiner Erfahrung in zwei Kategorien unterteilen: Einerseits gibt es extreme antifeministische Positionen, wie sie beispielsweise in rechts-konservativen Parteien, der katholischen Kirche, von Incels oder „besorgten Eltern“ und anderen Gegner*innen von sicheren Schwangerschaftsabbrüchen verbreitet werden. Andererseits tauchen bei so gut wie jeder Veranstaltung zum Thema Männern und Feminismus Stimmen auf, die feministische Anliegen verharmlosen und Männer als die eigentlichen „Opfer“ von Feministin*nen sehen.

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Podcast zum 8. März Streik in Hamburg

Aufruf zur cis-männlichen Solidarität, Repräsentanz in den Medien und ein erster Versuch im Radio

Kurzfristig wurde ich am 13.2.2019 ins „Nachmittagsmagazin für subversive Unternehmungen“ im Freien Sender Kombinat Hamburg eingeladen. Hier findet ihr die Radiosendung zu pro-feministischem Support für den 8. März Streik als Podcast.

Auch wenn ich gleich Bedenken geäußert habe, dass zwei der drei Gäste cis-Männer sind, dachte ich, um die Aufmerksamkeit für den 8. März Streik und die cis-männliche Supportarbeit zu promoten, ist meine Teilnahme dennoch legitim. Am 6.2.2019 gab es auch eine Sendung vom FSK zum 8. März Streik mit höherer FLINT*-Beteiligung. Diese wollte ich hier eigentlich an erster Stelle verbreiten. Leider ist sie aber momentan nicht mehr abrufbar.

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Aufruf zur Selbstorganisation für den 8.3.2019 in Hamburg

Und warum FLTI*-only Räume unbedingt zu respektieren sind!

Dieser Aufruf wurde am 5.2.2019 auf Facebook geteilt. Ziel ist es eine Selbstorganisation von cis-Männern zu erreichen, um FLTI* beim 8. März Streik zu unterstützen und die Informationen von der Veranstaltung vom Hamburger Bündnis zum internationalen 8. März Streik einer größeren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Am 3.2.2019 hatte das Hamburger Bündnis zum internationalen 8. März Streik eine Informationsveranstaltung mit folgendem Aufruf durchgeführt:

Ihr habt Fragen zur Form des Streik am 8. März oder wollt einfach wissen, worum es geht? Dann kommt vorbei und sprecht mit uns. Wir freuen uns aber auch explizit über die Teilnahme von cis-Männern, die sich fragen, wie sie unseren Streik unterstützen können und sich hierfür selbstständig miteinander vernetzen möchten um in Absprache mit dem Bündnis agieren zu können. Also kommt alle Sonntag vorbei und bringt eure Freunde mit, Männer!
Im Anschluss findet unser Plenum statt, an dem alle FLTI gerne teilnehmen dürfen.

Hamburger Bündnis zum internationalen 8. März Streik

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Was ist Antifeminismus?

Antifeminismus umfasst Gewalt gegen FLGTBAQI*, die Ablehnung von Gleichstellung UND die weit verbreitete Delegitimierung von Feminismus

Eigentlich wollte ich mich in diesem Blog vor allem mit Feminismus auseinandersetzten. Bevor ich losgelegt habe, bemerkte ich, dass ich noch Defizite bezüglich meines Wissens über Antifeminismus habe. In diesem kurzen Text will ich noch einmal versuchen klar zustellen, dass Antifeminismus kein Phänomen in isolierten rechten Parteien, sondern bis weit in die Gesellschaft verankert ist. Also was genau können wir als Antifeminismus verstehen? Für Männer, die sich als pro-feministisch positionieren wollen, wäre ein erster wichtiger Schritt, sich konsequent gegen Antifeminismus zu positionieren.

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Männliches Verhalten in den Mittelpunkt der Betrachtung stellen

Das Fach der Männlichkeitsstudien rückt mit den Methoden der Genderforschung Männer in den Mittelpunkt der Betrachtung

Der letzte Punkt der fünf Kriterien wieso dieser Blog pro-feministisch ist. Dabei versuche ich einen kleinen Blick auf einen Ausschnitt der Männlichkeitsstudien zu werfen. Zudem diskutiere ich einige Gefahren und Kritik an dem Ansatz und der Einbindung von Männern in das feministische Projekt der Gleichstellung.

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Diversität und feministische Positionen akzeptieren

Nicht davon ausgehen, dass Frauen* die gleichen Erfahrungen gemacht / Feministin*nen eine einheitliche Position haben

Punkt vier der fünf Kriterien wieso dieser Blog pro-feministisch ist argumentiert, dass Männer nicht von einer einheitlichen feministischen Position ausgehen sollen. Diese gibt es nämlich nicht, weshalb teilweise von Feminismen gesprochen wird. Zudem haben sich Geschlechterrollen, sowohl von Männern als auch von Frauen (insbesondere seit den sechziger Jahren), erheblich ausdifferenziert. Eine progressive Betrachtung erfordert diesen verschiedenen Weiblichkeiten und Männlichkeiten und auch genderqueeren Identitäten gerecht zu werden. Was aber sagen verschiedene Feministin*nen zum Verhältnis von Männern und Feminismus? Und wie verhalten sich die meisten Männer dazu?

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