Objektifizierung und Sexualisierung

Objektifizierung und Sexualisierung von weiblichen Körpern als strukturelles gesellschaftliches Phänomen

Content Notification: Sexismus, sexualisierte Gewalt, Femizid. „Warum werden immer nur (weiße Cis-) Männer als die objektifizierenden Unholde dargestellt? Was ist mit Frauen (egal welcher Hautfarbe), die den Mann als Objekt sehen? […]“ Diese und ähnliche Fragen wurde in den Kommentaren im Artikel „Was bedeutet eigentlich cis Mann?“ aufgeworfen. Einerseits ist es durchaus menschlich, sich gegenüber Personen anders zu verhalten, die wir begehren. Unklar für einige Lesende scheint zu bleiben, weshalb es einen Unterschied macht, weibliche Körper zu sexualisieren und objektifizieren. Warum ist es problematisch, wenn Männer Frauen objektifizieren / sexualisieren, während umgekehrt kein deratiges Problem vorliegt? Gibt es einen Unterschied zwischen dem männlichen oder dem weiblichen, dem homosexuellen oder dem heterosexuellen Blick? Und wenn ja, warum spielt „Attraktivität” – was auch immer jede*r darunter verstehen mag – eine andere Rolle beim „schönen“ als beim „starken Geschlecht“?

Im Machtgefüge unserer Gesellschaft werden Frauen strukturell sexualisiert

Der oben angeführte Kommentar beklagt, dass manche Männer vergeblich um Frauen werben, wenn sie nicht den oberflächlichen Ansprüchen der Angebeteten entsprechen. Mal davon abgesehen, dass es nicht nur Männer trifft, dass sich die*der Andere seine*n Partner*in frei auswählen bzw. ablehnen darf, geht es hier nicht um persönliche (Miss-)Erfolge auf der Partner*innen-Suche, sondern um ein systematisches, soziales Phänomen. In einer gesellschaftlichen Ordnung, die seit Jahrtausenden patriarchal strukturiert ist – das bedeutet, von der sozialen, juristischen und wirtschaftlichen Macht weißer cis Männer dominiert ist – hat dabei die Sexualisierung von Frauen eine besondere Stellung inne.

Dass die Körper von Frauen schon ab jungem Mädchenalter objektifiziert und fetischisiert werden, ist nicht nur private Angelegenheit, sondern ein Effekt der patriarchalen Machtstrukturen. Weiblich gelesene Körper werden systematisch dehumanisiert (entmenschlicht / würdelos behandelt), objektifiziert (als Gegenstand betrachtet), wie Waren gehandelt und ausgenutzt, sexualisiert (meist zu Befriedigungszwecken von cis Männern) und fetischisiert (mit einem kollektiven, sexuellen Affekt geladen). Wie sich das in den Medien, im Kunstetablissement, bei Bekleidungsvorschriften und weiblich gelesenen Körperteilen niederschlägt, möchte ich im folgenden Artikel darlegen – und am Schluss einen Ausblick darauf geben, warum FLINTA* auch in einem solchen Umfeld nicht ihre Körper verbergen müssen, um selbstbestimmte Menschen zu sein. Dabei ist mir bewusst, dass auch ich als bisexuelle cis Frau eine bestimmte Perspektive einnehme und eigene Lebenserfahrungen ins Spiel bringe.

Objektifizierung von Frauen in Medien

„Sex-Attacke“, titelt die BILD bei einer Vergewaltigung, „Familien-Drama“ schreibt eine andere Tageszeitung über einen Femizid. Was als Augenfang für potentielle Käufer*innen gedacht ist, sind Euphemismen schwerer Gewaltverbrechen auf Kosten der Betroffenen. Damit wird das Unrecht gegen den betroffenen Menschen verdoppelt: Einmal wird die Person zum Gegenstand einer Gewalttat, dann zum Gegenstand spektakulärer Nachrichtenüberschriften. Diese Form von doppelter Dehumanisierung betrifft vorwiegend Frauen, die sexuellen und körperlichen Angriffen stärker ausgesetzt sind als Männer. Die Betroffenen sind hier erst ihrem Willen, und dann ihrer eigenen Stimme beraubt: Sie sind doppelt objektifiziert, einmal im sexuellen Sinne, danach im voyeuristischen Sinne.

Einen erschreckenden Eindruck davon kann man unter www.genderequalitymedia.org gewinnen. Die Organisation Gender Equality Media dokumentiert hier auf einer interaktiven Landkarte, wo Gewalt gegen Frauen in Deutschland wie in den Medien zur Sprache kommt. Grundstein ihrer Arbeit war die Kampagne „Stop BILD Sexism“, welche die Abschaffung BILD-eigener Nacktheit-Produktionen bewirken konnte. Seitdem ist es ihr Ziel geworden, Sprachgewalt und menschenverachtende (damit auch frauenverachtende) Medienberichte kritisch sichtbar zu machen.

Objektifizierung von Frauen in Werbung

Jeder kennt die schönen Werbungen der Sechziger Jahre – Firmenlogos in geschwungener Schreibschrift, kolorierte Zeichnungen statt Photographien, eindeutige Aussagen, keine Special Effects. Nur eines Mittels wird sich nach wie vor bedient: Die Frau – in ihrer Funktion als gute Mutter, Hausfrau, Dienerin beziehungsweise als attraktive Liebhaberin und Augenschmaus – ist und bleibt ein Favorit unter Werbenden. Die Selbstverständlichkeit und Normalität dieser Situation verbirgt unserem gewöhnten Blick den inhärenten Sexismus dieses Verhältnisses. Sichtbar wird er, wenn die Positionen umgedreht werden – wie es die Instagrammer*innen @elirezkallah und @die.sumserin in ihren Beiträgen „Parallel Universe“ (Inversion der 60er Werbung) und „Feminismus nervt?“ (Inversion gegenwärtiger Werbung) gemacht haben:

Mit freundlicher Genehmigung von @die.sumserin.

„Last Thanksgiving, I overheard my uncles talk about how women are better off cooking, taking care of the kitchen, and fulfilling “their womanly duties”. Although I know that not all men think that way I was surprised to learn that some still do, so I went on to imagine a parallel universe, where roles are inverted and men are given a taste of their own sexist poison. “In a parallel universe” is a series of fictional images, recreated from real ads in the mad men era, that question modern day sexism: showing it through a humorous light to spark a conversation through role play – a conversation that we need to have, uncles.”

Quelle: elirezkallah

„Feminismus nervt? Sexistische Werbung nervt auch! Werbung ist sexistisch, wenn sie aufgrund von Geschlecht diskriminiert. Werbemotive, die die Darstellung sexualisierter Frauen als reinen Blickfang ohne Produktbezug benutzen, sind sexistisch. Das gilt auch, wenn Frauen so inszeniert werden, als wären sie käuflich. Es ist sehr bedenklich, dass wir täglich sexistische Werbung konsumieren, ohne diese bewusst zu erkennen, zu reflektieren oder zu hinterfragen. Diese oft unbewusste Wahrnehmung reproduziert Stereotypen und alte Rollenbilder in unseren Köpfen. So werden zum Teil problematische Geschlechterrollen aufrechterhalten. Nicht nur das Individuum leidet darunter, sondern die gesamte Gesellschaft. Die Absurdität von sexistischer Werbung wird schneller sichtbar, wenn die Rollen getauscht werden. Übrigens: Laut Studien erinnern wir uns zwar besonders gut an sexualisierte Werbung, aber vergessen vor lauter nackter Haut das beworbene Produkt.“

Quelle: die.sumserin
Mit freundlicher Genehmigung von @die.sumserin.
Objektifizierung von Frauen in der Kunst

Auch in kreativen Bereichen, in denen der kommerzielle Aspekt und damit Nacktheits-Clickbaits etc. weniger ins Gewicht fallen dürften, fällt das Urteil kaum besser aus. In den 80er Jahren kritisierten die Guerrilla Girls (feministische Aktivistinnen, die zu ihrem persönlichen Schutz Gorilla-Masken trugen) in verschiedenen Interventionen mit öffentlicher Plakatierung, dass weniger als 4% Frauen oder People of Colour als Künstler*innen in Museen ausgestellt wurden. Dafür aber dienten für über 74% (nach späteren Studien wurden die Zahlen auf 5% und 85% korrigiert) der Aktgemälde weibliche Körper als Modelle. Die Logik dieser Exklusivität lässt sich etwa so ausbuchstabieren: Wenn du ein Mann bist, hast du einen Kopf und kannst dich kreativ ausdrücken. Wenn du eine Frau bist, bist du ein Körper und hast nichts zu sagen – du kannst aber gemalt, ausgestellt und angeblickt werden.

Courtesy www.guerrillagirls.com – Copyright © Guerrilla Girls
Objektifizierung von Frauen im Sport

Doch nicht nur in der Kunst, wo ästhetischer Voyeurismus als Teil des Konzepts gerechtfertigt werden könnte, werden Frauenkörper anders angeblickt als Männerkörper. Auch im Sport schlägt sich das heterosexuelle männliche Begehren auf den spezifischen Kleidervorschriften nieder: So ist es Turnerinnen vorgegeben, hochgeschnittene Bodies (Badeanzug-ähnliche Kostüme) zu tragen; Beach-Handballerinnen müssen in knappen Bikinishorts spielen. Damit gelten andere Vorschriften für Männer (deren Kleidung weniger sexualisiert, sondern mehr funktionalisiert ist) als für ihre weiblichen Kolleginnen, auf deren Körper der Fokus mehr gelenkt wird als auf ihre sportliche Leistung.

Dagegen wandten sich in den diesjährigen Olympischen Spielen in Tokyo die deutschen Turnerinnen und die norwegischen Beach-Handballerinnen. Während die Deutschen aber Lob für ihren Mut zur Revolutionierung der Turnanzüge erhielten (sie traten in Ganzkörper-Bodysuits auf), bekamen die Norwegerinnen eine Geldstrafe in Höhe von 1.500 Euro für den Verstoß gegen die Bekleidungsvorschrift (statt Bikinislips trugen sie Shorts, die zumindest den Po bedeckten) – Dessen Bezahlung will übrigens die Sängerin P!nk übernehmen, die dazu twitterte, eher solle gegen die Europäische Handball-Föderation wegen Sexismus ein Bußgeld verhängt werden.

Der weibliche Körper als sexualisiertes Objekt (1): Die Brust

Ob Frauen und Männer gleichermaßen objektifiziert werden, kann man auch mit einem Blick auf die Kontroverse um die weibliche Brust beantworten. Schon bevor diese voll ausgebildet ist, wird kleinen Mädchen beigebracht, dass sie keine Badehosen, sondern Badeanzüge und Bikinis tragen müssen. Wenn Brüste nicht verdeckt werden, schaltet sich nicht nur die Sittenpolizei, sondern auch mal die echte Polizei ein. So ist es kürzliches einer Berlinerin im Treptower Park ergangen, als sie für das Verweigern eines BHs von einer Plansche vertrieben wurde. Zwar wehren sich immer mehr Frauen gegen den gesellschaftlichen Zwang, ihre Brüste verdecken zu müssen; aber oben-ohne herumzulaufen bleibt bis heute ein Privileg der Männer. Deren Brust ist zwar auch eine erogene Zone, aber nicht von Sexualisierung, Objektifizierung und staatlicher Repression betroffen.

Den angeblichen Grund dafür kann man in allerlei evolutionsbiologischen Theorien suchen: Das Männchen sucht nach einem Weibchen, mit dem er Nachkommen zeugen kann und das ihren Nachwuchs mit Muttermilch versorgen kann. Aber das zieht aus verschiedenen Gründen nicht: Erstens ist es widersprüchlich, der Brust der Frau eine reproduktive Rolle zuzuweisen, ihr sekundäres Geschlechtsmerkmal auf Grundlage dessen zu sexualisieren und dann wiederum, weil ihre Brust sexualisiert wurde, der Frau das (öffentliche) Stillen ihres Kindes als „unangemessen“ zu verbieten. Zweitens gibt es genug Ersatznahrungsmittel, die die Muttermilch ersetzen können und die Linie Brust – Reproduktion – Sex auflösen. Unter Berufung auf Biologie ist man(n) also nicht berechtigt, seinen Sexualtrieb auf Kosten der Frau zu rationalisieren.

Der weibliche Körper als sexualisiertes Objekt (2): Die „Vagina“

Die Reduktion der Frau auf die Zwecke der Reproduktion und männlichen Bedürfnisbefriedigung äußert sich auch in dem Wort, das in der Gebrauchssprache als pars pro toto für das gesamte weibliche Genital verwendet wird: die „Vagina“. Seit der griechischen Antike mit Aristoteles‘ Ideen zu Fortpflanzung und Geschlechtlichkeit (er verstand die Frau als mangelhafter, missratener Mann) bis hin zu Sigmund Freuds Sexual- und Triebtheorien (er diagnostizierte allen Frauen den Penisneid, da ihnen der Phallus zu fehlen schien) wurde die Frau nur als relatives Wesen im Bezug zum heterosexuellen, normsetzenden Mann betrachtet.

Ihr primäres Geschlechtsorgan wurde einfach als invertierter Penis gesehen: Die gesamte Physiognomie der Vulva, die Anatomie der inneren Organe, wurde übersehen zugunsten dieser einen Röhre (der Vaginalkanal), durch die das Sperma in den weiblichen Körper hinein, und später das Kind aus dem Körper hinaus kommen kann. Die Frau ist also kein selbstständiges Subjekt, sondern abhängiges Objekt für die Befriedigung der männlichen Triebe und dem Nutzen der Arterhaltung. Wenn sich solche irreführenden Theorien für so lange Zeit mit wissenschaftlichem Anspruch durchgesetzt haben, was gibt es für einen Ausweg aus dem Unwissen? Wie können wir uns alternativ der menschlichen Sexualität annähern – aus einer möglichst neutralen, gleichberechtigten Sichtweise? Eine überraschende und umstrittene Antwort könnte lauten: Pornographie.

Sexualisierung und Pornografie: Por-NO, Por-YES?

Die Frage, ob Pornographie Frauen nur objektifiziert und demütigt oder aber das Potential hat, sie zu ermutigen und ihre Sexualität zu erkunden, ist unter Feminist*innen heftig umstritten. In den 1980er-Jahren startete Alice Schwarzer eine Kampagne gegen Pornographie: Sie schuf aus dem Begriff „Pornographie“ (der im Übrigen aus dem Altgriechischen stammt und zusammengesetzt ist aus „porne“=Dirne + „graphein“=schreiben, malen, zeichnen) sowie der englischen Negation den Neologismus „Por-NO“. Sie ist nicht nur der Ansicht, dass pornographische Darstellungen Frauen als Menschen herabwürdigen und als bloßen Gegenstand behandeln (=Objektifizierung), sondern dass der Konsum von Gewaltpornos reale Auswirkungen auf die Gesellschaft hat und sexualisierte Gewalt befeuert. Auf ihrer Website könnt ihr genauer nachlesen, welche Verquickungen sie zwischen Pornographie und Misogynie erkennt.

Schwarzers Einschätzung muss ich leider Recht geben, wenn die einzig verfügbaren pornographischen Medien von heterosexuellen Männern geschaffen werden. Solche Produkte spiegeln ein männlich dominantes Verständnis von Sexualität wider: Die Penetration steht im Vordergrund, meist ist die Frau unterwürfig, jederzeit und jedem gegenüber willig (und wenn nicht, dann wird Gewalt angewendet). Somit figuriert sie als passives Objekt ohne eigenen Willen oder Lust, lediglich als Mittel zur Bedürfnisbefriedigung des Mannes oder der Männer. Gerade junge Menschen erhalten ein verfälschtes Bild von Sexualität – nicht nur von der weiblichen, sondern auch der männlichen – und ereifern sich darin, gesehene Praktiken oder Verhaltensweisen nachzuahmen. Kein Wunder, dass viele Frauen ihren ersten Orgasmus oft erst in ihren 30ern erleben, wenn die jungen Männer davor nur wussten, wo das Loch zum Schlüssel ist und das Extra außen rum – Labien, Klitoris – elegant ignorieren.

Aber die pornographische Medienlandschaft hat sich seitdem gewandelt und diversifiziert: Queere, feministische und sex-positive Aktivist*innen wie Laura Méritt (die in Opposition zu Por-NO den Pornopreis Por-YES ausrief und ihren eigenen Sextoyshop „Sexclusivitäten“ führt) und die Regisseurinnen Erika Lust („Female Pleasure Matters“) oder Paulita Pappel (Mitgründerin von „Lustery“ und „Hardwerk“) engagieren sich für eine realitätsnähere Darstellung von Sexualität und holen mit ihren Werken und Aktionen das nach, was für lange Zeit zum Schweigen und in die Unsichtbarkeit gedrängt war: Die weibliche Lust. Dadurch bekommt die Sexualität der Frau eine eigene Stimme: Sie ist nicht mehr bloß die Vagina für den Penis, sondern vollständige Vulva – ihre Lippen lernen, für sich zu sprechen (pun intended)! Das junge Porn Film Festival Berlin ist eine der sex-bejahenden Institutionen, die Sichtbarkeit für die Sexualität unterdrückter Personen schafft, indem es „vor allem weiblich-feministische sowie queere Sichtweisen auf Fragen zu Sexualmoral, Identitäten, Körpernormen, Moralvorstellungen in aller Welt und künstlerisch-alternativem Umgang mit dem Genre Pornografie“ zeigt. 

Fazit: Der weibliche Körper kann nicht vom männlichen Blick befreit werden, aber von der maskulinen Deutungshochmacht über ihn – es geht also um selbstbestimmte Darstellung und das Erleben der eigenen Sexualität

Selbstverständlich kann auch – Consent vorausgesetzt – ein homosexueller Mann seinen Partner objektifizieren, und eine heterosexuelle Frau ihren Partner. Diese Situationen bewegen sich im privaten Rahmen der sexuellen Anziehung und entfalten keine gesellschaftspolitische Wirkung. Dagegen ist die strukturelle Objektifizierung von weiblichen Körpern durch heterosexuell orientierte Männer (immer noch) tief in unserer Gesellschaft verankert: Das zeigt sich in der Medienlandschaft und in Werbungskampagnen, aber auch bei Museumsbesuchen und Sportveranstaltungen. Ob in medialer Berichterstattung oder bei kreativen Schöpfungsprozessen, häufig erscheint die Frau als ein passives Objekt, visueller Konsum- und Lustgegenstand ohne eigenen Willen, während der Mann den aktiven Künstler oder Konsumenten darstellt.

Trotz dem systematisch objektifizierenden Frauenbild in unserer Gesellschaft, sollen Menschen mit weiblich gelesenen Körpern aber nicht vor die radikale Entscheidung gestellt werden, „entweder Körper und Sexobjekt, oder Geist und denkendes Subjekt“ zu sein. Um Widerstand gegen unsere Sexualisierung und Objektifizierung zu leisten, muss sich niemand in ein orthodoxes Kloster zurückziehen: Wir können die Macht, den Blick und die Bestimmung über unsere Körper – und unsere eigene Lust – (zurück-)erlangen, wenn wir unsere Darstellung und unser Erleben selbst in die Hand nehmen. Sich gegen die eigene Sexualisierung zu wehren bedeutet nicht, den eigenen Körper zu verbergen oder zu verleugnen – das ist nur die andere Seite ein und derselben Medaille: Eine Medaille, die Frauen ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Menschsein verwehrt. Stattdessen können wir die einzigartigen Schönheiten unserer vielen Körper zelebrieren, alle seine Empfindungsfähigkeiten dankend fühlen und uns unser eigenes Selbstbild schöpfen – als vollwertige Menschen mit eigenen Augen, Lust und Lebensfreude.


Links zu Objektifizierung und Sexualisierung

Bilder: Mit freundlicher Genehmigung von @die.sumserin.


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