Janosch

Kurz zu Janosch:

Über das Blogprojekt Kritische Männlichkeit

Der erste Dank geht an People of Colour!

Nachdem ich mit vielen Privilegien in Hamburg und München aufgewachsen bin, habe ich mich am Anfang meiner Berufstätigkeit mit Fragestellungen zu „Entwicklung“ auseinandergesetzt. Dass ich insbesondere im globalen Maßstab privilegiert bin, war mir sehr bewusst und mich für diese „Entwicklung“ einzusetzen, erschien mir ein sinnvolles Ziel.

Sowohl meine Auseinandersetzung mit Postkolonialismus, aber insbesondere meine Sensibilisierung zu Rassismus durch Critical Whitness Inputs von PoC, haben mich nachhaltig beschäftigt. Durch die Reflexion meiner Privilegien und Rassismen, habe ich die Möglichkeit bekommen Sexismus zu verstehen. Und das wiederum hat mir die Möglichkeit eröffnet – wenn auch nicht ohne Machtstrukturen, aber zumindest weitestgehend ohne diese zu reproduzieren – mit Frauen und Trans*gender, gleichgeschlechtlich begehrenden Menschen und anderen Personen über Gender zu reden.

Der zweite Dank geht an Frauen und LGBTIQ*-Personen!

Diesen Austausch habe ich als sehr befreiend empfunden. Er hat mir geholfen außerhalb von gesellschaftlichen und eigenen Beschränkungen zu Denken und zu Fühlen. Er hat meine Beziehungen und meine Sexualität erweitert. Und er hat zu unglaublich vielen Erkenntnissen und Begegnungen geführt.

Warum aber berauben sich so viele Männer dieser Möglichkeiten? Und warum handeln nicht mehr Männer gegen die Ungerechtigkeit durch Sexismus, Homo- und Trans*phobie, obwohl es einen gigantischen Chor globaler Hilfeschreie gibt, der insbesondere in #MeToo gipfelte? Und warum habe ich eigentlich selbst so viele schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht?

kritische-männlichkeit.de beginnt mit Fragen…

Leider weiß ich viele Antwort nicht und kenne vielleicht auch noch nicht die Fragen. Was ich weiß ist, dass privilegierte Menschen sich gegen Diskriminierung einsetzen müssen, wenn wir diese Machtstrukturen überwinden wollen. Die Idee für diesen Blog stammt nicht von mir, sondern von den Menschen, für deren Gleichstellung er streitet.

Der Prozess meiner eignen Sensibilisierung, der noch nicht abgeschlossen ist, hat mich viel Arbeit gekostet. Arbeit, die ich nur leisten konnte aufgrund meiner Privilegiertheit. Mehr gute Informationsquellen im Internet zum Thema Männer und Feminismus, um diese Auseinandersetzung mit mir und anderen zu führen, hätten mir viel Zeit erspart. Ich habe teilweise Jahre gebraucht, um Antworten zu finden, die ich hier diskutieren möchte. Und ich freue mich über andere Männer und Personen aller Gender, die mir noch ein paar Jahre in diesem Prozess ersparen, indem sie sich auch in diese Diskussion einbringen.

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