Dies ist ein pro-feministischer Blog, der sich mit Themen der Männlichkeit und darüber hinaus auseinandersetzt. Wenn Du zum ersten mal hier bist, lohnen sich vielleicht diese zwei Texte: Was ist kritische Männlichkeit? und Herangehensweise an kritische Männlichkeit


Was ist Antifeminismus?

Antifeminismus umfasst Gewalt gegen FLGTBAQI*, die Ablehnung von Gleichstellung UND die weit verbreitete Delegitimierung von Feminismus

Eigentlich wollte ich mich in diesem Blog vor allem mit Feminismus auseinandersetzten. Bevor ich losgelegt habe, bemerkte ich, dass ich noch Defizite bezüglich meines Wissens über Antifeminismus habe. In diesem kurzen Text will ich noch einmal versuchen klar zustellen, dass Antifeminismus kein Phänomen in isolierten rechten Parteien, sondern bis weit in die Gesellschaft verankert ist. Also was genau können wir als Antifeminismus verstehen? Für Männer, die sich als pro-feministisch positionieren wollen, wäre ein erster wichtiger Schritt, sich konsequent gegen Antifeminismus zu positionieren.

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Konstruktion einer eigenen Version von Männlichkeit?

Ein kurzer Blick auf Erfahrungen von zwei Transmännern

An anderer Stelle habe ich argumentiert, dass heterosexuelle cis-Männer im Bezug auf Konstruktion von Männlichkeit durchaus etwas von ‚anderen‘ Identitäten und Orientierungen lernen können. Das will ich etwas genauer erklären, insbesondere bezogen auf zwei (englischsprachige) Essays von Transmänner, also Männern, die mit als „weiblich“ gelesenen Körpern geboren wurden (also mit z.B. Vulva und Klitoris) und bei der Geburt „weiblich“ eingetragen wurde. (Zur Vermeidung von Unklarheiten: Ein cis-Mann ist eine Person, die mit als „männlich“ gelesenen Geschlechtsmerkmalen (also z.B. Penis und Hoden) geboren wurde und die sich selbst als Mann bezeichnet.)***

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Männliches Verhalten in den Mittelpunkt der Betrachtung stellen

Das Fach der Männlichkeitsstudien rückt mit den Methoden der Genderforschung Männer in den Mittelpunkt der Betrachtung

Der letzte Punkt der fünf Kriterien wieso dieser Blog pro-feministisch ist. Dabei versuche ich einen kleinen Blick auf einen Ausschnitt der Männlichkeitsstudien zu werfen. Zudem diskutiere ich einige Gefahren und Kritik an dem Ansatz und der Einbindung von Männern in das feministische Projekt der Gleichstellung.

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Diversität und feministische Positionen akzeptieren

Nicht davon ausgehen, dass Frauen* die gleichen Erfahrungen gemacht / Feministin*nen eine einheitliche Position haben

Punkt vier der fünf Kriterien wieso dieser Blog pro-feministisch ist argumentiert, dass Männer nicht von einer einheitlichen feministischen Position ausgehen sollen. Diese gibt es nämlich nicht, weshalb teilweise von Feminismen gesprochen wird. Zudem haben sich Geschlechterrollen, sowohl von Männern als auch von Frauen (insbesondere seit den sechziger Jahren), erheblich ausdifferenziert. Eine progressive Betrachtung erfordert diesen verschiedenen Weiblichkeiten und Männlichkeiten und auch genderqueeren Identitäten gerecht zu werden. Was aber sagen verschiedene Feministin*nen zum Verhältnis von Männern und Feminismus? Und wie verhalten sich die meisten Männer dazu?

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Feministische Perspektiven und Kritik ernst nehmen

Da Privilegien für Privilegierte oft unsichtbar sind, muss eine kritische Männlichkeit sich immer wieder durch feministische Perspektiven hinterfragen.

In diesem Beitrag werden zwei zentrale Argumente aufgeführt, warum eine feministische Perspektive auf Männlichkeit(en) relevant für Männer ist. Der Text behandelt Punkt drei der fünf Kriterien wieso dieser Blog pro-feministisch ist

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Stereotype vermeiden

Stereotype sind nicht nur eine zentrale Grundlage für Diskriminierung. Stereotype über Männer, setzten diese extrem unter Druck.

Punkt zwei der fünf Kriterien über die Frage, wie sich Männer pro-feministisch zu Fragen von Gender äußern können, sollte auch recht einleuchtend sein. Stereotype (z.B. über Frauen*, Geflüchtete usw.) sind eine zentrale Grundlage von Diskriminierung. Stereotype über Männer (z.B. weinen nicht, müssen stark und cool sein, Sex mit (vielen) Frauen haben usw.) bauen aber auch einen enormen druck auf Männer auf, sich „männlich genug“ zu verhalten. Daher erfordert eine pro-feministische Auseinandersetzung mit Geschlechterfragen derartige vereinfachende Bilder zu hinterfragen und unterlassen.

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Reflektieren männlicher Privilegien

Das Abstreiten männlicher Privilegien verhindert, dass auch Männer ihre berechtigten Anliegen artikulieren können.

Männer im Internet fallen sehr häufig durch anti-feministische Argumente auf. Daher schlage ich 5 Kriterien vor, wie überhaupt eine pro-feministische Auseinandersetzung mit Männlichkeit und Geschlecht möglich ist. Das akzeptieren männlicher Privilegien ist dabei zentral, da viele Männer diese nach wie vor abstreiten. Eine ausgewogene Diskussion ist so nicht möglich. Im Gegenteil verhindert dieses reflexartige Abstreiten des sexistischen Systems, dass auch Männer ihre berechtigten Anliegen thematisieren können.

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Warum ist dieser Blog pro-feministisch? Ein Vorschlag mit 5 Kriterien

Wie können Männer sich pro-feministisch mit Fragen zu Männlichkeit, Gender und Sexismus auseinandersetzten?

Wie in meinem Artikel zu Antifeminismus erwähnt, gibt es im wesentlichen keine pro-femistische Männerbewegung. Männer, die sich im Internet pro-feministisch zu Themen wie Männlichkeit, Gender und Sexismus äußern, gibt es zwar, sind aber nicht leicht zu finden. Daher erscheint es wichtig, dass ich mich am Anfang mit der Frage auseinandersetzte: Wie können Männer sich pro-feministisch mit Fragen zu Männlichkeit, Gender und Sexismus auseinandersetzten?

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Antifeminismus und warum wir pro-feministische Männer brauchen

Mehr Männer müssen klar gegen Antifeminismus Position beziehen!

Es macht aus verschiedenen Gründen Sinn, sich mit Antifeminismus auseinanderzusetzen. Beispielsweise wenn ich:

  • Anti-feministische Argumente erkennen möchte
  • Selbst kein Antifeminist sein will (womit ich noch kein (pro-)Feminist bin)
  • Die Strukturen verstehen möchte, die Frauen zum schweigen bringen
  • Die Notwendigkeit für eine pro-feministische Männerbewegung erkennen möchte
  • Verstehen will wie diese Argumentationen vom „rechten Rand“ in der gesamten Gesellschaft wirken

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